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Reisebericht Botswana - Teil 1

Wir haben 2004 in Botswana besucht. Von Deutschland kommend sind wir in Windhoek (Namibia) gelandet und sind mit dem Auto Richtung Botswana gefahren. Nach einem Zwischenstopp kurz vor der Grenze ging es weiter nach Maun.

Auf dem Weg zum Camp THIRD BRIDGE im Moremi Nationalpark trafen wir auf eine Elefantenherde, welche die Straße blockierte. Auch wenn die Elefanten entspannt waren, so merkten wir doch das etwas nicht stimmte. Wir haben die Elefanten beobachtet, um heraus zu finden, was los war. Es war aber nicht zu erkennen, dass ein Raubtier in der Nähe gewesen wäre.

Nach einer Weile stellte sich dann eine Elefantendame auf den Weg - gefolgt von einem Jungtier, dass noch recht wackelig auf den Beinen war. Das Kleine musste kurz vorher geboren worden sein, da die Hinterbeine der Kuh noch sehr feucht aussahen. Da wir nun doch schon recht spät dran waren und wir die Herde nicht weiter stören wollten, gerade wegen des neue geborenen Kalb, haben wir dann einen Umweg genommen um unser Tagesziel noch pünktlich zu erreichen.

Nach dem wir durch die Straßenblockade durch die Elefanten einen Umweg fahren mussten, sind wir etwas verspätet in Camp Third Bridge angekommen. Das Zelt wurde noch aufgebaut und Feuer angemacht, um zu kochen.
Das Camp war 2004 sehr einfach. Einen Wasseranschluss und ein Toiletten- und Duschhäuschen. Kein Warmwasser. Kein Zaun. Es wurde empfohlen, nachts nicht mehr zur Toilette zu gehen.

Nach dem Essen, welches zum Teil auf dem offenen Feuer zubereitet wurde, und der Abwasch erledigt war, haben wir uns mit den anderen Besuchern des Camps am Feuer zusammengesetzt und hörten den Stimmen der Nacht zu. Auch das bekannte Lachern der Hyänen. In der Ferne hörten wir auch das Trompeten von Elefanten und das Röhren von Löwen. Plötzlich machte uns einer der anderen Besucher darauf aufmerksam, dass Hyänen um das Camp herumliefen. Zum Teil kamen sie auch sehr nahe an die Zelte. Als damals unerfahrende Touris hatten wir zuerst Befürchtungen. Uns wurde aber versichert, dass die nix tun. Die Tiere suchen nur nach Futter. :-)

Die Bilder sind 2004 noch mit einer analogen Kamera entstanden, wodurch sich die Bildqualität erklärt.

Am nächsten Morgen ging es früh los. Eine Bootstour stand auf dem Programm. Der Moremi NP grenzt an das berühmte Okavango Delta. Mit seinen vielen Seitenarmen und Ausläufern ist dies ein einzigartiges Ökosystem. Wir haben zwar "nur" eine paar Flusspferde und diverse Vögel gesehen, ein paar Fischadler auch, aber es war ein großartiges Gefühl in dieser großartigen Natur zu sein. Wir haben uns auch etwas von der Strömung ohne Motor treiben lassen. Mitten im nirgendwo, nur die Geräusche des Wassers, Wind und Vogelgezwitscher.

Einige der Flusspferde beäugten uns ganz genau. Eines tauchte unter und, man konnte eine kleine "Bugwelle" sehen, kam auf uns zu. Ein paar Meter vor uns drehte es aber doch ab und tauchte dann neben und in sicherer Entfernung wieder auf. Der Guide meine, dass für Flusspferde ein leichtes ist, ein Boot wie unseres umzuwerfen. Da wurde uns doch etwas mulmig…

Heute geht es von Third Bridge im Moremi NP zum Camp Savuti im Chobe NP auf unserer Reise durch Botswana 2004.
Nach einem schnellen Frühstück ging es auch heute los. Auf dem Weg Richtung Norden zum Parkausgang haben wir wieder sehr viele Tiere gesehen. Natürlich auch Impalas, einige Zebras, Giraffen, Elefanten und Kudus. Landschaftlich ähnelte das Gebiet mehr einem Wald als einer Buschsavanne.

Am Ausgang des Moremi Nationalpark ging es wieder über eine sehr urige Brücke.Weiter Richtung Chobe Nationalpark sind wir dann auch an Flüssen bzw. deren Seitenarmen entlang gefahren. An den Ufern lagerten die Flusspferde. Die Wege im Savuti NP sind sehr sandig. Im Gegensatz zum Moremi NP, wo wir viel im normal Betrieb gefahren sind, ging es im Chobe NP nur mit Allrad vorwärts. In Savuti angekommen und nach dem wir uns etwas eingerichtet hatten, haben wir uns etwas entspannt. Gekocht wurde wieder auf offenem Feuer.

Auf unserer Tour durch Botswana und Namibia hatten wir von dem Tourveranstallter einen Toyota HiLux mit Campingausrüstung und Dachzelt bekommen. Die geführte Tour war eigentlich mit noch drei weiteren Paaren vorgesehen. Die mussten aber zu unserem Glück leider absagen. So waren wir mit dem Guide allein unterwegs.

Die Fahrzeuge sind für solche Touren gut ausgestattet. Gaskocher, Kühlschrank, klappbare Tische, Stühle und Abwaschbecken, Geschirr, Besteck und Gläser. Reservekanister für Wasser und Benzin/Diesel und ein kleiner Kompressor auch. Die Zelte liesen sich schnell auf- und abbauen. Die Schlafsäcke/Decken waren für die Jahreszeit, wir waren im Mai unterwegs, etwas dünn. Aber mit einen zweiten Jogginganzug wurde uns nicht kalt.

Auch wenn wir recht einfach ausgestattet und nur im Zelt geschlafen haben, war einer unser tollsten Urlaube und hat die Liebe zum südlichen Afrika nur noch mehr gesteigert. Großartige Erlebnisse, Abenteuer und abends gute Gespräche mit dem Guide und anderen Reisenden, die wir auf den Campingplätze getroffen haben. Danach haben wir noch drei weitere, ähnliche Touren gemacht, die genauso großartig waren.

Am nächsten Morgen ging früh los. Wir wollen in der Savuti Masch im Chobe NP die Gegend erkunden. In der Nacht hörten wir sehr oft die Löwen brüllen.

Der Vormittag war leider sehr ruhig. Auf den Weg zurück zum Camp haben wir dann doch noch eine Löwin weit im Busch gesehen. Leider machte sie keine Anstalten, weiter heraus oder dichter an den Weg zu kommen. Nach einer ausgiebigen Mittagspause sind wir am frühen Nachmittag erneut auf Safaripirsch. Wir sind nachtürch gleich zu der Stelle gefahren, wo wir die Löwin am Vormittag gesehen hatten. Zuerst sahen wir aber nichts. Erst nachdem wir ein paar Mal an der Stelle auf und abgefahren waren kam plötzlich ein Löwenjunges auf den Weg. Gefolgt von einem Zweiten. Die beiden sind etwas auf dem Weg umhergelaufen. Nach ein paar Minuten trat dann eine Löwin auch aus dem Busch. Im Maul den Kopf eines Warzenschweines. Ihr folgen noch 2 kleine Löwenbabys. Sie legte sich nicht weit weg ins Gras und nagte an dem Schädel. Die Kleinen versuchten das gleiche.

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>> Fortsetzung: Reisebericht Teil 2

Authors

Holger